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A Cuckoo Moment eröffnet eigenen Store in Düsseldorf

A Cuckoo Moment ist jetzt mit einem eigenen Store in der Düsseldorfer Altstadt vertreten. (Foto: A Cuckoo Moment)

Zwölf Jahre nach dem Launch des Labels A Cuckoo Moment eröffnete Inhaberin Lia Fallschessel Mitte September ihren ersten eigenen Monobrand-Store in 1A-Lage der Düsseldorfer Altstadt. step sprach mit Lia Fallschessel über ihr neues Geschäft, Inspirationsquellen und exotische Ledersorten.

Mit A Cuckoo Moment will Lia Fallschessel Besonderheiten kreieren, langlebige Stücke, die es so noch nicht gibt und die mit ihren mutigen Designs die Grenzen der Bekannten durchbrechen. Was mit Armreifen aus Rochenleder begann, hat sich heute zu einer breiten, bunten Accessoire-Kollektion aus Schuhen, Handtaschen, Portemonnaies, Schmuck und Handyhüllen aus exotischen Ledern entwickelt. Einer langen Suche nach einem geeigneten Ladenlokal ging ihrer Store-Eröffnung voraus, doch jetzt kann die Gründerin der Marke auf einen 40 qm großen Shop inmitten der pulsierenden Innenstadt Düsseldorfs blicken.

Frau Fallschessel, Ihr Label gibt es seit dem Jahr 2005 und alles begann mit Schmuckstücken aus Rochenleder. Wie kam es dazu?

Ich bin Taucherin und beim Tauchen habe ich einen Rochen gesehen. Kurz darauf entdeckte ich die ersten Portemonnaies aus den Häuten der Tiere. Das Material war jedoch ungeschliffen, die Oberflächenstruktur dementsprechend hart und die sich im Leder befindlichen Perlen saßen unschön nebeneinander. Ich war also schon immer begeistert von den Tieren und von dem Look des Leders, dachte mir aber, dass ich schönere, geschmackvollere Stücke von hoher Qualität fertigen könnte. Wie das Schicksal es wollte, lernte ich einen Italiener kennen, der sich auf Rochenleder spezialisiert hatte und das Material gerbte. Vornehmlich fertigte er daraus Uhrenbänder. Warum nur Uhren? Warum keinen modischen Schmuck? Ich designte einen flachen Armreifen, dann eine gepolsterte Version und kam schließlich bei vier Modellen an. Ich führte zum damaligen Zeitpunkt auch nur zehn Farben. Jedenfalls waren das die ersten Stücke von A Cuckoo Moment.

Heute haben Sie noch viele weitere Artikel in Ihrem Portfolio. Wie ging die Reise damals für Sie weiter?

Ich besuchte eine Messe mit den Schmuckstücken und stieß auf große Resonanz bei Juwelieren. Ab 2007 startete ich dann mit Taschen, Portemonnaies und weiteren Fashion-Artikeln. Damit besuchte ich dann die Bread & Butter in Berlin, um auch im Modeumfeld Fuß fassen zu können. Dann ging es langsam los: Ich verkaufte meine Produkte beispielsweise zunächst nur in Düsseldorf, Berlin und München. Nachdem ich zusätzlich vier Mal jährlich die Pariser Messen besuchte und auch in New York, Mailand sowie London unterwegs war, startete A Cuckoo Moment auch auf internationaler Ebene durch.

Wichtig war, dass ich mich branchenübergreifend bekannt machte, denn auf den spezifischen Messen schauten die Einkäufer oft nur auf ihr eigenes Fachgebiet. Die Juweliere kauften Schmuck, die Bekleidungsgeschäfte Kleidung. Das konnte ich ausgleichen, indem ich sowohl Fashion als auch Schmuck anbot.

Mein Label wuchs und so beschloss ich, nicht nur mit Rochenhäuten zu arbeiten, sondern nutzte auch Leder von Straußenbeinen, Krokodilen und Schlangen. Meine Materialpalette blieb in den Jahren seit der Gründung immer exotisch und speziell. Nur bei den Schuhen verwende ich unterschiedliche Nappa- sowie Veloursleder.

Das sind sehr spezielle Lederarten. Worauf achten Sie diesbezüglich?

Meine Leder stammen von Farmen, wo die Tiere speziell gezüchtet werden. Die Betreiber unterliegen der Verpflichtung, eine gewisse Anzahl der Tiere auch wieder in die freie Wildbahn zu entlassen, um den Artbestand zu gewährleisten. Wir berücksichtigen den Artenschutz also zu 100% und damit ich ganz sicher sein konnte, habe ich einige Farmen sogar besucht und mich von den dortigen Bedingungen überzeugt.

Kürzlich haben Sie die Eröffnung Ihres Stores in Düsseldorf gefeiert. Welche Zukunftspläne haben Sie?

Der Start war super. Es kamen so viele Leute, die von A Cuckoo Moment überzeugt sind. Darunter beispielsweise Bloggerin Petra Dieners, Model und Künstlerin Zoe Helali oder Instagram-Star Gritta Banko. Das Besucherklientel beim Opening spiegelt meine Philosophie: A Cuckoo Moment hat keine klar abgrenzbare Zielgruppe. Ich bediene Kundeninnen im Alter von 18 bis 70. Jeder, der auf der Suche nach einer außergewöhnlich hochwertigen, langlebigen und zeitlosen Besonderheit ist, ist bei mir richtig. Kürzlich hatte ich beispielsweise eine über 80-jährige Kundin, die früh morgens eine Python-Tasche bei mir kaufen wollte. Sie sagte zu mir, sie habe heute ihre Traumtasche gefunden und diese Anerkennung bestätigt mich und meine Arbeit natürlich.

Was war Ihnen in punkto Store-Gestaltung wichtig?

Ich habe lange in Düsseldorf nach einer geeigneten Immobilie suchen müssen. Eigentlich wollte ich meine erste Niederlassung auf der Königsallee haben, aber die Mietpreise sind utopisch. Man hat natürlich als alleinerziehende Mutter mit eigenem Unternehmen Respekt, jede Menge Verantwortung und stellt sich immer wieder die Frage, ob ein eigener Store überhaupt alleine zu stemmen ist. Insbesondere weil ich einen ersten Test mit einem Pop-Up-Store in den Schadow-Arkaden durchgeführt habe. Hier unterliegt man beispielsweise dem Zwang, den Store von 10 bis 20 Uhr geöffnet zu lassen. Damit war eine Shopping-Mall ausgeschlossen.
Der Store in der Grabenstraße war ein absoluter Glücksgriff. Hier habe ich meine eigenen Regeln und öffne beispielsweise von 11 bis 19 Uhr und an Samstagen von 10 bis 18 Uhr. Interieur-Designerin Monika Günnewig hat alle meine Einrichtungswünsche bestens umgesetzt. In dem monochrom grau gehaltenen Store kommen die kräftigen Farben meiner Kollektion besonders gut zur Geltung. Der Look ist klar, feminin und eben nicht 0815 – genau wie die Linie von A Cuckoo Moment.

Sarah Amadio / 09.10.2017 - 14:36 Uhr

Sarah Amadio / 09.10.2017 - 14:36 Uhr

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