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Interview: Littlepopup

Mit ’The Nest‘ hat Dimitra Zavakou einen speziellen Bereich auf der Pitti Bimbo kuratiert.
Mit ’The Nest‘ hat Dimitra Zavakou einen speziellen Bereich auf der Pitti Bimbo kuratiert. (Foto: AKAstudio-collective)

stepkids sprach mit Dimitra Zavakou, Gründerin von Littlepopup, über spannende Konzepte speziell für Kids sowie Vor- und Nachteile von Pop-up-Shops.

Welchen konkreten Ansatz verfolgt Littlepopup?

Littlepopup präsentiert Produkte, die einem ganz einfachen, aber präzisen Leitgedanken folgen: Jede Marke sowie jeder Künstler, Designer oder Handwerker muss seine Produktion mit Leidenschaft und Herz betreiben. Littlepopup hat das Ziel, Baby- und Kindermode mit einer lokalen künstlerischen Gemeinschaft zusammenzubringen und starke Ideen in Bezug auf Slow Fashion, Kunst und Nachhaltigkeit bekannt zu machen. Als Plattform nutzt Littlepopup atmosphärisch starke Orte, die ausgefallen und ungewöhnlich sind. Mit Kreativität und Einfallsreichtum werden beispielsweise leerstehende Stores, Messehallen oder Ballettschulen in ansprechende Präsentationsbühnen verwandelt.

Welche Relevanz haben Pop-up-Konzepte im Kinderbereich?

Wir verstehen Pop-up-Stores als temporäre Brücke zwischen Online und Offline. Außerdem bieten sie Marken, die keinen physischen Store besitzen, die Möglichkeit, ihre Produkte lokal zu präsentieren. Die Zielgruppe ist dabei auf das Produkt zugeschnitten und eingegrenzt. Littlepopup wagt damit den Spagat zwischen kreativem Marketing und einer hochwertigen Ausstellung mit Entertainment-Programm. Das über- geordnete Ziel liegt darin, durch besondere Präsentationsformen ein Shopping-Erlebnis zu schaffen, Marken einzuführen, Künstler vorzustellen und ein unmittelbares Feedback der Kunden einzuholen. Im Grunde können Pop-up-Stores als Instrument der Marktanalyse verstanden werden. Risiken und Aufwand werden gering gehalten, während sich Marken ausprobieren und parallel die Resonanz der avisierten Zielgruppe testen können. Pop-up-Shops sind also gerade in Zeiten des schnellen Wandels von besonderer Bedeutung.

Welches Potenzial siehst Du in den Pop-up-Shops?

Als ich die ersten Veranstaltungen durchgeführt habe, war mir klar, dass ich mich auf den Bereich Pop-up-Shops spezialisieren würde. Pop-ups sind für mich die Zukunft des stationären Handels, der immer schnelllebiger wird und durch das Online-Geschäft starke Konkurrenz bekommt. Außerdem ist das Konzept viel preisgünstiger als ein langfristig angelegtes Geschäft, und der administrative Aufwand der Durchführung ist wesentlich geringer. Gerade neue und kleine Marken haben dadurch den Vorteil, sich physisch präsentieren zu können, ohne durch hohe Kosten belastet zu werden. Außerdem können Pop-up-Stores dazu dienen, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie Kunden auf spezielle Produkte reagieren, ob ein Bedarf aktuell besteht oder nicht.

Welche Herausforderungen sind bei dem Pop-up-Konzept zu bewältigen?

Ein Nachteil von Pop-up-Shops sind manchmal die Kosten. Viele Vermieter versuchen beispielsweise durch unverhältnismäßig hohe Mietpreise der Räumlichkeiten, Zeiten, in denen die Gebäude leer standen, auszugleichen. Je nach Location müssen außerdem temporäre Innenraumlösungen für die Produktpräsentation installiert werden. Dafür gibt es in der heutigen Zeit aber zahlreiche, simple Lösungen wie beispielsweise wiederverwendbare Materialien. Die Investitionen hierfür sind aber vergleichsweise eher gering. Eine weitere Hürde kann sein, den Kunden die kurzfristige Existenz der Pop-up-Stores plausibel zu vermitteln.

Das vollstände Interview lesen Sie in stepkids Ausgabe 2/2017. 

Kristina Schulze / 14.02.2017 - 09:04 Uhr

Kristina Schulze / 14.02.2017 - 09:04 Uhr

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